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Mehr Sicherheit mit dem Licht-Test

Es ist die Chance, im rechten Licht zu stehen: Beim Licht-Test im Monat Oktober kontrollieren die Profis in den Kfz-Betrieben die Beleuchtung von Pkw und Lkw. Und das in nur wenigen Minuten.

Für den Scheinwerfertest muss das Auto auf einer ebenen Standfläche stehen, und die Werkstatt sollte ein baumustergeprüftes Einstellgerät verwenden. Richtiger Reifendruck und exakte Position des Fahrzeugs vor dem Einstellgerät sind wichtig. Und das Rändelrad für die Scheinfwerfer-Einstellung muss auf Null stehen.

Für den Licht-Test nutzen die Fachleute eine umfangreiche Check-Liste. Geprüft werden Fern- und Abblendlicht, Nebel-, Such- und andere erlaubte Zusatzscheinwerfer, Begrenzungs- und Parkleuchten, Bremslichter, Schlusslichter, Warnblinkanlage, Fahrtrichtungsanzeiger und Nebelschlussleuchte. Besonders aufmerksam werden die Scheinwerfer untersucht: Stimmen Neigung und Ausrichtung des Lichtkegels? Sind Glühlampen, Reflektoren oder Glaslinsen sowie die Abschlussscheiben in Ordnung? Funktioniert die Scheinwerfer-Reinigungsanlage beim Xenonlicht?

Plakette für erfolgreichen Test
Nach erfolgreichem Test erhält das Auto eine Plakette hinter die Windschutzscheibe. Sie signalisiert: Dieses Licht ist fachmännisch geprüft. Erstmals werden in diesem Herbst nur noch hochwertige Folienplaketten genutzt. Damit ändet die Ära der Papierplakette nach 59 Jahren. An den Frontscheiben der Autos sind Plaketten bei Polizeikontrollen ein Zeichen für perfekt eingestellte Beleuchtung.

Beitrag zur Verkehrssicherheit
Die Betriebe leisten mit dem Licht-Test einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit auf den Straßen. Im Herbst 2014 wiesen 32,9 Prozent der Pkw Mängel an der Beleuchtungsanlage auf. Bei Lkw und Bussen waren im Herbst 2014 rund 42,8 Prozent der Fahrzeuge mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs.
"Mit einer geldwerten Leistung in dreistelliger Millionenhöhe drehen die Werkstätten Jahr für Jahr an einer der wichtigsten Verkehrssicherheitsschrauben", betont ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. "Den Licht-Test gibt es seit nunmehr 59 Jahren und dennoch ist keine Besserung der Mängelquote zu verzeichnen. Dies ist alarmierend. Jeder Autofahrer sollte seine Beleuchtungsanlage regelmäßig überprüfen und Mängel sofort beheben lassen", unterstreicht der ZDK-Präsident.



Immer den Durchblick behalten

Für den "kleinen" Licht-Test ist der Autofahrer gefragt. Der Obermeister der Kfz-Innung rät:

Leuchten reinigen:
Ob Stand-, Abblend-, Fern-, oder Brems- und Rücklicht - damit sie voll erstrahlen, brauchen sie regelmäßig einen Putzgang. Am besten eignen sich dafür weiche Schwämme und Tücher. Hat das Auto eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage, braucht sie immer genügend Wasser. Nur etwas Schmutz reicht aus, und schon reduziert sich die Lichtstärke um bis zu 85 Prozent. Nach einer halben Stande Fahrt kann das Glas so stark verschmutzt sein, dass die Leuchtkraft des Abblendlichts nicht mehr hundert, sondern nur noch 70 Meter beträgt.

Druchblick durch die Windschutzscheibe:

Schlieren auf der Frontscheibe sind das Signal für neue Wischer. Die Spuren verursachen Lichtbrechungen und beeinträchtigen die Sicherheit. Faustregel: Mindestens alle zwölf Monate neue Wischer anbringen. Ins Waschwasser kommt im Winter Frostschutzmittel, im Sommer ein Scheibenreiniger. Wer nach jeder Autowäsche mit Waschspflege die Scheiben mit einem silikonfreien Glasreiniger säubert, behält den Durchblick.

Rundgang ums Auto:
Hat das Auto kein Selbstdiagnose-System, sollte die Beleuchtung wöchtenlich bei einem Rundgang um das Auto kontrolliert werden. Beim Blinker- und Bremslicht-Check muss entweder der Beifahrer helfen oder eine Garagen- oder Hauswand herhalten. Eine Lampe ist defekt? Dann auch gleich den "Zwilling" austauschen. Denn oft haben beide Leuchten fast die gleiche Lebensdauer.
Die Beladung des Autos wirkt sich auf die Leuchtweite aus. Diese muss über die manuelle Leuchtweitenregulierung entsprechend angepasst werden.



Quelle: www.kfzgewerbe.de