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Die Multitalente rechnen sich

Leichtlauföle sind wahre Multitalente: Sie erhöhen die Lebensdauer des Motors, verbessern seine Leistungsfähigkeit, senken den Spritverbrauch, sparen Kosten und schonen die Umwelt. Das sind gute Gründe an Tankstellen, in Werkstätten und im Handel nach Leichtlaufölen zu fragen. Während Mineralöle durch ein relativ einfaches Verfahren aus Erdöl gewonnen werden, unterliegen Leichtlauföle einem synthetischen Herstellungsprozess, der die Leistungsmerkmale deutlich verbessert, weiß Cleverfahren-Partner und Schmierstoff-Spezialist FUCHS.

Leichtlauföle decken sehr hohe und sehr niedrige Temperaturbereiche ab. Das deutlich verbesserte Fließverhalten, die Viskosität, ermöglicht eine schnellere Reibungsminderung und Durchölung im Motor. Das führt zu einer spürbaren Einsparung von Kraftstoff.

Leichtlauföle sind nicht billig. Im Vergleich zu herkömmlichen Motorölen kosten sie das Doppelte bis Dreifache. Durch den Spritspareffekt können die Kosten aber ausgeglichen und sogar noch Geld gespart werden. In der Regel vertragen alle Autos Leichtlauföle, auch ältere. Bei der Umstellung empfehlen Fachleute einen kompletten Ölwechsel im Kfz-Meisterbetrieb und einen Blick in die Betriebsanleitung, in der die vom Hersteller definierten Leistungsmerkmale des Öls beschrieben sind.

  • www.fuchs-europe.de
  • www.ichundmeinauto.info

Drei Fragen zum Thema Motoröl

Es gibt mindestens zwei Bereiche, bei denen sich beim Thema Öl die Meinungen teilen: in der Küche und beim Auto. Lohnen Leichtlauföle in modernen Motoren? Gibt es besondere Öle für Dieselfahrzeuge? Was spricht gegen Ölwechsel im Do-it-yourself-Verfahren?

Dietmar Neubauer, Verkaufsleiter beim Mannheimer Spezialisten Fuchs Europe Schmierstoffe, und Partner des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes in der Serviceoffensive, gibt Antworten:

1. Leichtlauföle lohnen auf jeden Fall. Eine schnelle Durchölung für exzellentes Kaltstart-Verhalten des Motors und ein stabiler Schmier- und Schutzfilm mit hohen Sicherheitsreserven im Hochtemperaturbereich - das sind Anforderungen, die heute nur noch Hochleistungsschmierstoffe sicher erfüllen können. Hochleistungsschmierstoffe - und dazu zählen die Leichtlauföle mit einer Viskosität 0W-20, 5W-30 und 5W-40 - haben gegenüber herkömmlichen Motorenölen wesentliche Vorteile:

  • Durch stabilere Molekülstrukturen haben sie geringere Verdampfungsverluste und garantieren gerade auch bei hohen Betriebstemperaturen einen geringeren Ölverbrauch.
  • Dadurch neigen sie auch weniger zur Verkokung und zu Ablagerungen. Die Motoren bleiben länger sauber und erhalten ihr Leistungsvermögen über eine längere Betriebszeit.
  • Da Schwefel und Phosphor entfallen, eignen sich diese Öle weitaus besser für Abgas- Nachbehandlungssysteme wie Katalysatoren oder Dieselrußpartikelfilter und gewährleisten eine höhere Lebensdauer dieser kostspieligen Systeme.
  • Die Additivpakete sind bei Hochleistungs-Motorenölen wesentlich hochwertiger als bei herkömmlichen Ölen. Sie sorgen für eine höhere Alterungsbeständigkeit, verbesserte Spül- und Reinigungswirkung und längere Leistungsfähigkeit des Motors.

Wer sparen möchte, achtet bei Motoren auf Hochleistungsöle und Einhaltung der Ölwechselintervalle: Schonung und Werterhalt des Fahrzeugs verbunden mit vermindertem Kraftstoffverbrauch und geringeren C0²- Emissionen, zahlen sich schnell aus.

2. Generell gesagt: die Anforderungen an moderne Schmierstoffe wachsen. Mit dem Einzug neuer Dieselmotoren (Pumpe/Düse, Common Rail etc.) und der Einführung von deutlich längeren Ölwechselintervallen wurden anspruchsvolle, speziell für moderne Dieselfahrzeuge entwickelte Motorenölkonzepte mit innovativer Additivtechnologie notwendig.

Der Siegeszug des Diesel-Rußpartikelfilters setzt hier noch einen "drauf": Nur spezielle Motorenöle z.B. mit niedrigstem Sulfataschegehalt und einer neuartigen Additivtechnologie können die einwandfreie Funktionsfähigkeit des Filters über seine ganze Lebensdauer hinweg ermöglichen. Das falsche Motorenöl heißt hier nach kürzester Zeit: ein teurer Austausch des Filters!

3. Wird ein Ölwechsel im Do-it-yourself-Verfahren durchgeführt, kann dies schlimme Folgen haben: Wenn Öl ins Erdreich läuft, richtet es dort erhebliche Umweltschäden an. Schon ein Liter Altöl kann eine Million Liter Trinkwasser verunreinigen.

Aber nicht nur das. Für jeden, der seinen Ölwechsel selbst durchführt, ist es weder einfach noch ein Vergnügen das Altöl aufzufangen und entsprechend ordnungsgemäß zu entsorgen. Vom Wechseln des Ölfilters bis hin zum richtigen (=mit dem richtigen Drehmoment!) Festdrehen der Ölablassschraube ganz zu schweigen. Und das richtige Öl muss man auch erst einmal sorgfältig auswählen. Nicht zu vergessen: jeder durchgeführte und von der Werkstatt dokumentierte Service trägt zum nachweisbaren Werterhalt des jeweiligen Fahrzeugs bei. Deshalb sollte man den Wechsel und die Entsorgung dem Fachmann im Kfz-Meisterbetrieb überlassen.



Quelle: www.kfzgewerbe.de