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Mehr als jeder dritte Autourlauber reiste 2012 laut ADAC Touristik-Bilanz am liebsten durch die eigenen Gefilde. Aber auch die Nachbarländer Italien und Österreich standen hoch im Kurs.
Die Hitliste der Reiseregionen führten Istrien, Südtirol und Oberbayern an. Ein Trend, der seit Jahren anhält und einiger Vorbereitungen bedarf, damit die Reiselust weiterhin ungetrübt bleibt. Denn einfach ins Auto setzen und losdüsen? Bloß nicht! In Europa gelten unterschiedliche Regeln.

Das ist Pflicht!

Tempolimit:
Am schnellsten geht es auf den Autobahnen in Polen und Bulgarien mit Tempo 140, am langsamsten in Norwegen mit 100 km/h voran. Das Gros der Länder verordnet 120 beziehungsweise 130 km/h. Innerorts gilt fast durchweg einheitlich Tempo 50.

Lichtpflicht:
Da sind die Europäer weitgehend einig: Es muss auch tagsüber leuchten. Nur Bulgarien, Kroatien und Moldawien schreiben es am Tag ausschließlich in den den Wintermonaten vor.

Promillegrenze:
Striktes Alkoholverbot herrscht in Rumänien, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Bis 0,2 Promille sind in Estland, Norwegen, Polen und Schweden erlaubt. Mehr gestatten Großbritannien und Malte - bis 0,8 Promille.

Ausstattung:
Warndreieck und Verbandkasten mit gültigem Datum sind überall ein Muss. Für die Warnwesten gilt außer in Rumänien für Autofahrer, die Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen lenken, und in Finnland die Mitführ- beziehungsweise Ausrüstungspflicht.
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe empfielt, das reflektierende Sicherheitsfeature für jeden Insassen an Bord zu führen. Entwarnung: Wer in Polen den Feuerlöscher und in Frankreich den Alkoholtester nicht vorweisen kann, dem droht kein Bußgeld. Die Ausrüstungspflicht besteht nur für im jeweiligen Land zugelassene Fahrzeuge.

Maut & Vignetten:
Das Fahren über Autobahnen, Schnellstraßen, über Brücken, durch Tunnel und Innenstädte kostet. Bulgarien, Österreich, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn wollen eine Vignette für 7 bis 10 Tage, 1 bis 3 Monate oder ein Jahr an der Windschutzscheibe sehen.
Einsamer Preistreiber mit 143 Euro pro Jahr ist Ungarn. Da nimmt sich der Jahresbetrag der Eidgenossen mit 33 Euro noch harmlos aus. Den Wegezoll pro Kilometer erheben Bosnien-Herzegowina, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Norwegen, Polen, Portugal, Serbien, Spanien und Türkei.

Umweltzonen:
Deutschland fährt nicht allein in eine saubere Zukunft. Seit 2005 gelten die Grenzwerte für Feinstaub europaweit. Unter www.lowemissionzones.eu können sich Autofahrer vor Reiseantritt über die "Low Emission Zones" informieren.



Das wird fällig!

Wer sich nicht an die Regen hält, wird teilweise kräftig zur Kasse gebeten. Da kennen unsere Nachbarn kein Pardon. Allen voran die Skandinavier: Werden Temposünder beispielsweise in Norwegen mit über 50 km/h über dem Limit erwischt, zahlten sie locker mal mindestens 1.500 Euro Bußgeld.

Aber auch die Österreicher sind da nicht zimperlich. Ihr Strafmaß für das Vergehen kann sogar bis zu 2.180 Euro betragen. Alkoholsünder in Großbritanien riskieren mit einer Rauschfahrt bis zu 5.175 Euro Strafe.

Die guten Nachrichten: Einen Punkteeintrag gibt es für Verkehrsverstöße im Ausland nicht. Und wer auf der Stelle oder zeitnah zahlt, kann die Strafe mindern. Es winken Rabatte in Italien, Frankreich oder Griechenland.






Quelle: www.kfzgewerbe.de